Für Unternehmen

Funkstörungen in Produktion und Verwaltung: messen statt tauschen

Wenn Telefonie oder Funktechnik im Betrieb nicht zuverlässig läuft, ist der Gerätetausch selten die Lösung – und fast nie die günstigste.

Produktionshallen sind messtechnisch anspruchsvoll: Stahlkonstruktionen reflektieren, Maschinen erzeugen Störungen, und Funkzellen sind häufig so geplant, als wäre die Halle ein leerer Raum. Das Ingenieurbüro Zeller analysiert die tatsächliche Feldverteilung im Betrieb und leitet daraus ein Funkkonzept ab, das zwei Ziele gleichzeitig erreicht: zuverlässige Verbindungen und eine geringere Exposition der Beschäftigten.

Warum sich beides nicht widerspricht

Ein verbreiteter Irrtum lautet, weniger Strahlung bedeute schlechteren Empfang. Das Gegenteil ist der Regelfall: Wenige starke Sender müssen gegen Hindernisse „anfunken“ und erzeugen dabei hohe Feldstärken in ihrer Nähe, während entfernte Bereiche unterversorgt bleiben. Viele kleine Zellen in Reichweite kommen mit deutlich weniger Sendeleistung aus und versorgen die Fläche gleichmäßiger. Auch die Endgeräte regeln ihre Leistung herunter, wenn die nächste Zelle nah ist.

Ein dokumentierter Fall

Ausgangslage

In der Maschinenhalle brachen Gespräche über die DECT-Telefonanlage ab, die Verbindungen klangen dumpf und gedrückt.

Maßnahmen an den Geräten brachten keine dauerhafte Lösung.

Vorgehen

  • Messung der Funkversorgung und der Feldverteilung in der Halle
  • Abschirmung der DECT-Basisstationen
  • Umbau zu einem Verbundnetz aus vielen kleinen Zellen statt weniger starker Sender

Ergebnis

Die Telefonie funktioniert in der gesamten Halle stabil.

Die Exposition der Beschäftigten ist gegenüber dem Ausgangszustand gesunken – weil viele schwache Sender in Reichweite weniger Sendeleistung brauchen als wenige starke.

Auftraggeber: Ein Generalunternehmer aus dem Raum Reutlingen · Gewerbe · Produktion

Leistungen für Betriebe

  • Störungsanalyse bei Funk- und Telefonieproblemen in Hallen und Verwaltungsgebäuden
  • Ausleuchtung und Funkkonzept: Anzahl, Platzierung und Sendeleistung der Zellen
  • Abschirmung einzelner Sendeeinrichtungen und Arbeitsplätze
  • Messung an Büroarbeitsplätzen inklusive Elektroinstallation
  • Nachmessung und Dokumentation als Nachweis gegenüber Betriebsrat und Fachkraft für Arbeitssicherheit

Weitere Anlässe für eine Messung im Betrieb

Nicht jeder Auftrag beginnt mit einer Störung. Häufig gibt ein konkreter Anlass den Ausschlag:

  • Beschwerden von Beschäftigten über Kopfschmerzen oder Konzentrationsprobleme an bestimmten Arbeitsplätzen. Eine Messung ersetzt die Vermutung durch Zahlen – in beide Richtungen.
  • Umbau oder Umzug: Vor dem Bezug einer Fläche lässt sich die Elektroinstallation feldarm planen. Nachträglich wird dasselbe Ergebnis deutlich teurer.
  • Neue Funktechnik wie WLAN-Ausbau, Funkscanner im Lager oder fahrerlose Transportsysteme. Hier ist die Ausgangsmessung vor der Installation die Grundlage für den späteren Vergleich.

So läuft ein Auftrag für Ihren Betrieb ab

  1. 01

    Erstgespräch

    kostenfrei, Telefon oder Video

    Anlass, Fläche, vorhandene Pläne. Danach wissen beide Seiten, ob und in welchem Umfang eine Messung sinnvoll ist.

  2. 02

    Angebot

    schriftlich, mit festem Rahmen

    Umfang, Messpunkte und Preis verbindlich benannt – keine Abrechnung nach Aufwand ohne Obergrenze.

  3. 03

    Messung vor Ort

    nach Absprache

    Zutritt und Sicherheitsunterweisung nach Ihren betrieblichen Regeln.

  4. 04

    Bericht

    nach dem Termin

    Messpunktplan, Einordnung der Werte, priorisierte Maßnahmen – übergabefähig an Ihren IT- oder Haustechnik-Partner.

  5. 05

    Nachmessung

    nach der Umsetzung

    Dokumentierter Vorher-Nachher-Vergleich als Nachweis gegenüber Betriebsrat und Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Was Sie vorab bereitlegen

Je besser die Unterlagen, desto kürzer der Termin – und desto genauer der Bericht.

  • Hallen- oder Grundrissplan, gern auch als Skizze
  • Liste der vorhandenen Funkanlagen: DECT-Basisstationen, WLAN-Access-Points, Funkscanner, Mobilfunk-Repeater
  • Ansprechpartner für IT und Haustechnik, die am Termin erreichbar sind
  • Beschreibung der Störung: wo, wann, wie häufig, seit wann

Einordnung

Gemessen und bewertet wird die Exposition am Arbeitsplatz nach baubiologischen Richtwerten. Diese liegen deutlich unterhalb der Grenzwerte der Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern (EMFV) und ersetzen die dort vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung nicht – sie ergänzen sie um einen Vorsorgemaßstab.

Der Aufwand richtet sich nach Hallen- beziehungsweise Bürofläche, der Anzahl der Messpunkte und dem Umfang des Funkkonzepts. Nach einem kostenlosen Erstgespräch erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit festem Rahmen.

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Häufige Fragen

Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten erreichen

Ein Gerätetausch behandelt das Symptom am Endgerät. Eine Messung zeigt, wie sich das Feld in der Halle tatsächlich verteilt: wo Reflexionen Auslöschungen erzeugen, wo Zellen sich gegenseitig stören und wo schlicht keine Versorgung ankommt. Erst damit lässt sich die Ursache beheben statt die Hardware zu erneuern.

In der Regel ja. Sendeleistung und Reichweite hängen zusammen: Je näher die nächste Zelle, desto weniger Leistung benötigen Basisstation und Endgerät. Das verringert die Exposition der Beschäftigten und verbessert gleichzeitig die Verbindungsqualität. Belegt wird das durch die Nachmessung.

Nein. Die Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern verlangt eine eigene Gefährdungsbeurteilung mit eigenen Grenzwerten. Die baubiologische Messung arbeitet mit einem deutlich strengeren Vorsorgemaßstab und ergänzt die Beurteilung, ersetzt sie aber nicht.

Ja, und das ist der Regelfall. Das Ingenieurbüro Zeller liefert Messdaten und Konzept, die Umsetzung übernimmt Ihr Haustechnik- oder IT-Partner. Wir verkaufen keine Anlagentechnik und stehen damit in keinem Interessenkonflikt.

Unsicher, welche Messung passt?

Die 15-minütige Kurzberatung am Telefon klärt das – kostenlos und unverbindlich.